Review: Trekz Titanium von Aftershokz

Review: Trekz Titanium von Aftershokz

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Courtesy of Aftershokz

Outdoor-Sportler wie z.B. Jogger, Radfahrer oder Bergsteiger müssen sich beim Training aus Sicherheitsgründen akustisch jederzeit ihrer Umgebung bewusst sein. Sollte man deshalb auf das Musikhören im Freien verzichten? Dank den Trekz Titanium von Aftershokz muss das nicht sein, denn sie versprechen neben kabelloser Bewegungsfreiheit, genialen Sound und Sicherheit dank Bone Conductivity. Hier geht es zu meinem ausführlichen Test:

 

Hier geht’s zu meinem Review-Video:

Falls ihr Lust habt euch die Trekz Titanium “live” anzuschauen und sozusagen vorführen zu lassen, möchte ich euch gerne das oben stehende Video ans Herz legen. Ich zeige und erkläre euch hier die Bluetooth Kopfhörer ausführlich und ihr könnt auch sehen, wie man sie koppelt und aufsetzt. 🙂

Produktdetails

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Das sagt der Hersteller:

“Sicherheit steht für uns an erster Stelle und aus diesem Grund haben wir es uns zur Mission gemacht, bahnbrechende Kopfhörer zu entwickeln, die Schallwellen über die Wangenknochen zum Gehör leiten. 

Einem kraftvollen und dynamischen Sound steht dank unserer Open Ear Technologie nichts mehr im Weg. Das Geheimnis unserer Marke liegt dabei in einem ganz einfachen Konzept: Zugänglichkeit! Wir verstehen, wie wichtig es ist jederzeit in Verbindung zu stehen – von deiner Musik zu deinen Erlebnissen – ganz ohne Kompromisse.

Seit 2011 entwickelt AfterShokz, mit dem Augenmerk auf Umgebungswahrnehmung, innovative und unkonventionelle Produkte. Von East Syracuse über New York bis nach Shenzhen/China agieren wir vereint in einer Mission: Leben mit unserer Technologie zu verbessern.”

(Übersetzung aus AfterShokz-Broschüre)

Features:

  • Bone Conduction – Schall wird durch die Wangenknochen übertragen
  • OpenFit Design – Ohren liegen frei
  • PremiumPitch+ – Dynamisches Audio und tiefer Bass ohne Kompromisse
  • Schweiß- und staubresistent 
  • Bluetooth (Kabellos)
  • eingebautes Mikrofon
  • “Audrey Says” Sprachanweisungen
  • EQ Presets
  • Multipoint Pairing
  • 6 Stunden Akkulaufzeit
  • Gewicht von 36g 

Erhältlich in den Farben Ocean (Blau), Ivy (helles Grün) und Slate (Schwarz)

Lieferumfang:

Trekz Titanium Aftershokz

  • Trekz Titanium Kopfhörer
  • Softshell Tasche zum Verstauen der Kopfhörer
  • Silikonbändchen für einen besseren Sitz am Kopf (optional einsetzbar)
  • ein Paar Ohrstöpsel mit eigener Box
  • USB-Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Technische Details:

  • Lautsprecher: bone conduction transducers (Schall wird über Wangenknochen übertragen)
  • Frequenzbereich: 20Hz~20KHz
  • Empfindlichkeit: 100 ± 3dB
  • Mikrofon: -40dB ± 3dB
  • Bluetooth Version: v4.1
  • Kompatibilitätsprofil: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
  • Funkreichweite: 10m
  • Batterie: Aufladbare Lithium-Ionen
  • Batterielleistung: 6 Stunden
  • Standby-Zeit: 10 Tage
  • Aufladedauer: 1.5 Stunden
  • Gewicht: 36g

(Quelle: AfterShokz.com

Kompatibilität laut Hersteller:

  • Bluetooth der Version 4.1 oder höher

Preis und Verfügbarkeit:

  • Amazon.de (159,90EUR – kostenfreier Versand innerhalb Deutschlands – Stand: 20.02.2016)
  • Aftershokz.com (129USD – Aktuell KEIN VERSAND NACH EUROPA! – Stand: 20.02.2016)

Bitte überprüft die Preise, da die oben stehenden Angaben nur eine Momentaufnahme in diesem Artikel darstellen. 

 

Wie funktionieren die Trekz Titanium Kopfhörer? 

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Courtesy of Aftershokz

 

Testbericht

Testlaufzeit:

4 Wochen

Womit wurde getestet?

Samsung S4 Mini (GT-I9195I) / Android-Version 4.4.4 

Bluetooth-Profil: A2DP, AVRCP, DI, HFP, HID, HOGP ,HSP, MAP, OPP, PAN, PBAP, SAP

Wie und was wurde getestet?

Im Grunde ging es darum zu überprüfen, ob die Produktversprechen des Herstellers – also perfekter Sound dank Klangübertragung durch die Wangenknochen, sowie die akustische Wahrnehmung der Umgebung – erfüllt werden. Ich muss betonen, dass die Herstellerversprechen für mich anfangs wie ein Widerspruch an sich klangen: Musik laut hören und dabei noch  gleichzeitig die Umgebungsgeräusche wahrnehmen, geht das überhaupt?! Dies galt es herauszufinden!

Ich habe dafür die Trekz Titanium beim Joggen im Freien (sowohl auf der Straße, als auch in der Natur) getragen und ebenso auch ein Paar mal in geschlossenen Räumen (Zuhause und im Fitnessstudio) eingesetzt. 

Laute Musik hören und dabei gleichzeitig noch die Umgebung wahrnehmen – geht das überhaupt?!

Da Komfort und ein guter Sitz für mich persönlich, egal um welche Kopfhörer es sich dabei handelt, absolut kompromisslos sind, habe ich diesen Aspekt ebenfalls unter die Lupe genommen. Schließlich möchte man sich beim Sport auf das Wesentliche konzentrieren: Trainieren statt Adjustieren!

Kompatibilität und Koppelung:

Die Trekz Titanium Kopfhörer von Aftershokz sind kabellos und lassen sich dank Bluetooth direkt mit eurem Smarthphone verbinden. Da eine Kompatibilität ab der Bluetooth Version 4.1 vorrausgesetzt wird, solltet ihr vor dem Kauf sicherstellen, dass euer Handy auch tatsächlich dafür geeignet ist. 

Die Koppelung funktionierte übrigens jedes Mal wie am Schnürchen: Einfach Bluetooth am Handy aktivieren und das Trekz Titanium über den Power-Button einschalten. Sofort leuchtet neben dem Knopf ein kleines blaues Lämpchen auf und eine liebliche Stimme namens “Audrey” trällert einem – “Welcome to Trekz Titanium!” und nach erfolgreichem Koppeln “Connected!” – ins Ohr.

Erfolgreiche Koppelung trotz Bluetooth 4.0 !

Lustigerweise müsste laut Samsung mein Handy mit Bluetooth 4.0 ausgestattet sein. Aftershokz schreibt jedoch, dass das Trekz Titanium erst ab der Bluetooth Version 4.1 kompatibel ist. Bei mir verbinden sich die Kopfhörer jedoch einwandfrei und sofort. Spaßeshalber habe ich die Kopplung mit meinem alten Samsung S3 Mini ausprobiert und da fand das Gerät die Kopfhörer gar nicht. Ich muss nochmal bei Aftershokz nachfragen, ob dies nicht vielleicht doch eher mit den Bluetooth-Profilen zusammenhängt? Sobald ich dazu Neuigkeiten habe, werde ich das Update hier festhalten. 

Trekz Titanium Koppelung Bluetooth

Bedienung und Klangqualität:

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Die Bedienung könnte wirklich nicht einfacher sein: Nach erfolgreicher Koppelung mit dem Handy (wie oben beschrieben), startet man seine Musik mit dem Smartphone und kann den Pegel über die kleinen “Plus”- und “Minus”-Knöpfe regeln. Ein weiteres Bedienmodul stellt der große Multifunktionsknopf an der Außenseite des linken Lautsprechers dar. Mit ihm könnt ihr z.B. das Lied pausieren, überspringen, Telefonate führen und sogar per Stimmbefehl jemanden anrufen. Ziemlich cool, wenn ihr mich fragt!

Satter, dynamischer Sound – selbst bei voller Lautstärke

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Tja, jetzt kommen wir zu der Gretchenfrage: Wie gut klingen die Trekz Titanium denn nun? In einem Wort: Gut! Sobald die Musik abgespielt wird, spürt man ein ganz leichtes Kribbeln auf den Wangenknochen, vor allem wenn ein starker Bass übertragen wird. Das ist im ersten Moment ziemlich ungewohnt, bei Sportarten mit Aufprall (wie z.B. Joggen) jedoch kaum wahrnehmbar. Lediglich, wenn ich still stehe und die Kopfhörer stärker aufdrehe, merke ich die Vibration deutlich. Doch selbst wenn man die Lautstärke voll aufdreht, verzerrt sich der Klag nicht, bleibt weiterhin klar, kraftvoll und dynamisch. So soll das sein! 

Eine wichtige Sache muss ich jedoch noch anmerken: Wenn ihr mit den Trekz Titanium Musik hört, kriegt das jeder in der unmittelbaren Nähe mit! D.h. im Klartext, dass ich es nicht empfehle die Kopfhörer in geschlossenen Räumlichkeiten, wie Zügen oder im Flugzeug, einzusetzen, weil ich euch garantiere, dass eure Mitmenschen davon total genervt sein werden. Ich bin mir nicht ganz sicher woran das liegt, ich habe jedoch das Gefühl, das der Schall nicht zu 100% an die Knochen weitergegeben wird . Leider fehlen mir and dieser Stelle die Messgeräte um das zu ermitteln. 

Funktionalität:

Mich persönlich hat die Vielseitigkeit der Trekz Titanium sehr begeistert! Auf der einen Seite gibt es mitgelieferte Accessoires, wie die Silikonbändchen oder die Ohrstöpsel, die sich an die individuellen Gegebenheit anpassen lassen. Falls ihr einen kleinen Kopf habt, so könnt ihr den Sitz mit den Silikonbändern verbessern und solltet ihr euch in einem geschlossenen Raum aufhalten (und folgerichtig die Umgebungsgeräusche NICHT wahrnehmen wollen), setzt ihr einfach die Ohrstöpsel ein. Somit seid ihr für jede Situation gewappnet.

Auf der anderen Seite ermöglicht die Technologie nicht nur eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit (dank Bluetooth), sondern erlaubt euch auch das Handy in der Hosentasche zu lassen. Man kann wirklich alle Features über die Kopfhörer steuern, die man sowohl zum Musikhören, als auch zum Telefonieren braucht. Kleiner Wermutstopfen: Die Sprachqualität über die Trekz Titanium ist nicht wirklich prickelnd. Ich habe während der Testphase einige Telefonate damit geführt und mein Gesprächspartner empfand die Stimmübertragung zwar als ausreichend, allerdings nicht gut genug. Da diese Kopfhörer nicht als Headset vermarktet werden, gibt es hierfür jedoch keinerlei Punktabzüge.

Übrigens gibt’s ein dickes Plus von mir für die Funkreichweite: Aftershokz gibt 10m an und das kann ich bestätigen. Dies ist besonders praktisch, wenn man aus irgendwelchen Gründen das Handy nicht am Körper tragen kann und sich dennoch im Radius aufhält ( z.B. bei Körpergewichtsübungen).

Innovationsfaktor und Komfort:

Ehrlich gesagt sind Kopfhörer, die mit der Bone Conductivity Technologie ausgestattet sind ein alter Hut und keine neue Erfindung, wie mir Bruce Borenstein – der CEO von Aftershokz – auf der CES miteilte. Pionier war damals tatsächlich Phillips, wobei die ersten Modelle, aufgrund von einem integrierten Batteriefach, noch recht klobig waren und eine sehr geringe Akkulaufzeit hatten. Aftershokz hat sich der Technologie angenommen, verbessert und erst richtig salonfähig gemacht. 

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Was den Komfort und das Tragegfühl angeht, muss ich ehrlich gestehen, bin ich nicht ganz so hin und weg, wie von der Technologie. In meinem Youtube-Video habe ich das Problem ganz gut veranschaulichen können: die Kopfhörer stehen von meinem Kopf ab. Dies wird allerdings erst dann problematisch, wenn man z.B. einen Hoodie oder Schal trägt, der beim Joggen durch die Bewegung die Kopfhörer noch verschiebt.  Das fand ich ehrlich gesagt ziemlich nervig. Trägt man nur ein T-Shirt ist dies jedoch kein Thema. 

Preis-Leistungs-Verhältnis:

In meinen Augen ist der von Aftershokz vorgeschlagene Preis von 129USD absolut gerechtfertigt. Man bekommt viel für sein Geld, sowie eine Garantie von 2 Jahren (was in den USA übrigens total unüblich ist!). Die Kopfhörer sind qualitativ sehr hochwertig, der Klang ist sehr gut und man kann sich über viele Funktionen freuen. Da AfterShokz noch nicht nach Europa liefert (ich hake hier nochmal nach), müsst ihr allerdings beim Bezug in Deutschland aufpassen und es macht sicherlich Sinn die Preise zu vergleichen. Ich habe die Trekz Titanium allerdings schon bei einem Importeur auf Amazon.de gesichtet. Hier kosten Sie zwar 30 EUR mehr, allerdings sind sie dafür versandkostenfrei. Hier wurden bestimmt auch schon die Verzollung und Transportkosten miteinkalkuliert. Von daher ist der etwas höhere Bezugspreis in Deutschland meiner Meinung nach noch akzeptabel.

Für wen geeignet:

Ganz klar – Outdoorsportler! Wenn ihr beim Radfahren, Joggen, Rudern, Snowboarden oder Skifahren eure sportliche Leistung gerne musikalisch begleitet, dann sind DAS die perfekten Kopfhörer für euch! Top Soundqualität + maximale akustische Sicherheit, die ihr draußen einfach braucht. 

Je nach Präferenz, sind sie meiner Ansicht nach nur bedingt für Indoor-Sport geeignet, da man vor allem in viel frequentierten Räumen einfach zu viel Lärm mitbekommt und zudem seine Mitmenschen stören könnte.

Review-Übersicht
Bedienung und Klangqualität
Funktionalität
Innovationsfaktor und Komfort
Preis-Leistungs-Verhältnis

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